1953: Flutkatastrophe Niederlande, insbesondere in Zeeland

In der Nacht vom 31. Januar auf den 1. Februar 1953 kam es in den Niederlanden zu einer schweren Sturmflutkatastrophe. Besonders betroffen war die Provinz Zeeland, aber auch Teile von Südholland und Westbrabant.
Durch einen starken Orkan aus Nordwesten in Verbindung mit einer Springtide stieg der Wasserstand der Nordsee extrem an. Die Wellen waren durchschnittlich 15 Meter hoch, einige wenige bis zu 30 Meter. Viele Deiche konnten dem Druck nicht standhalten und brachen an zahlreichen Stellen.
Die Folgen waren verheerend. In den Niederlanden kamen über 1.800 Menschen ums Leben, außerdem ertranken zehntausende Nutz- und Wildtiere. Große Landflächen wurden überflutet, ganze Dörfer zerstört und Hunderttausende Menschen verloren ihr Zuhause.
Die Katastrophe traf die Bevölkerung nachts völlig unvorbereitet, was die Zahl der Opfer zusätzlich erhöhte. Nach der Sturmflut setzte eine große internationale Hilfsaktion ein. Auch Deutschland beteiligte sich an der Hilfe und unterstützte die Niederlande mit Spenden, Lebensmitteln, Kleidung und technischer Hilfe. Weitere Unterstützung kam unter anderem aus Großbritannien, den USA und skandinavischen Ländern.
Als Konsequenz aus der Katastrophe beschlossen die Niederlande umfassende Maßnahmen zum Küstenschutz. Es wurde mit den Planungen der Oosterschelde-Sturmflutwehr begonnen.
In den folgenden Jahrzehnten wurden die Deltawerke gebaut, eines der größten Hochwasserschutzprojekte der Welt. Sie sollen das Land dauerhaft vor schweren Sturmfluten schützen und gelten bis heute als bedeutende Lehre aus der Sturmflut von 1953.
Die Oosterschelde-Sturmflutwehr, auch Deltawerke genannt, wird auch oft als achtes Weltwunder bezeichnet.
Nachfolgend Links zum Thema:
https://youtu.be/7TXygV-ByJQ?si=QR_8wcj9s-BGpMXd
https://youtu.be/mwD000nqPnE?si=KWEM_n2wGl3VYSZd
https://youtu.be/eRSsNg9hFE8?si=NMfc_kRFvQNV0CZP
https://info-zeeland.de/kurzportrait-sturmflutwehr-zeeland-fakten-tourismus/