Kirche und Politik

Heimat ohne Kompromisse.

Kirche und Politik

Die Kirche ist gut beraten, in politischen Fragen Zurückhaltung zu üben und nicht einseitig Partei zu ergreifen. Ihr Auftrag ist in erster Linie ein geistlicher: Sie soll Orientierung im Glauben geben, Werte vermitteln und den Menschen – unabhängig von Herkunft, sozialem Status oder politischer Überzeugung – eine geistliche Heimat bieten.

Sobald sie sich jedoch eindeutig auf die Seite von bestimmten Parteien oder einer politischen Strömung stellt, läuft sie Gefahr, ihre verbindende Rolle zu verlieren.

In einer pluralistischen Gesellschaft gibt es unter den Gläubigen unterschiedliche politische Meinungen. Wenn die Kirche hier einseitig Position bezieht oder erkennbar dem Mainstream hinterherläuft, statt eigenständig aus ihrem Glauben heraus zu argumentieren, fühlen sich viele Menschen nicht mehr ernst genommen.

Wer den Eindruck hat, dass Predigten oder kirchliche Stellungnahmen kaum noch von politischen Debatten zu unterscheiden sind, fragt sich, wofür die Kirche eigentlich noch steht. Über steigende Kirchenaustritte braucht man sich dann nicht zu wundern.

Das bedeutet nicht, dass die Kirche zu gesellschaftlichen Fragen schweigen soll. Im Gegenteil: Sie darf und soll ihre Stimme erheben, wenn es um grundlegende ethische Fragen geht – etwa um Menschenwürde, Gerechtigkeit, Schutz des Lebens oder Frieden. Entscheidend ist jedoch, dass sie dabei überparteilich bleibt, nicht parteipolitisch agiert und sich nicht vom jeweiligen Zeitgeist treiben lässt.

Nur wenn die Kirche klar erkennbar aus ihrem eigenen Wertefundament spricht und nicht dem politischen Mainstream hinterherläuft, kann sie glaubwürdig bleiben.

Ihre Aufgabe ist es, Orientierung zu geben und Brücken zu bauen – nicht, sich parteipolitisch festzulegen und dadurch weitere Austritte zu riskieren.

Glauben kann ich auch ohne diese Kirche. Ob diese Kirche ohne uns bestehen kann, ist die eigentliche Frage.

Nachfolgend ein Link zum Thema:

https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2026/baetzing-ruft-zum-antifaschistischen-kampf-gegen-die-afd/?fbclid=IwdGRjcAQLiJZjbGNrBAuIPmV4dG4DYWVtAjExAHNydGMGYXBwX2lkDDM1MDY4NTUzMTcyOAABHkSpB9iRe7D67RzlyFyCVOEnU8aSNuSYpU5_eYkIacgI27ZlXZUI35-FCT5p_aem_4xJCrn7_oK1xdTMgBLNirA

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