Schützenverein Bergneustadt 1353 e.V. – Wichtiges Statement des Vorsitzenden Jens-Holger Pütz zu Brauchtum und Tradition

Jahreshauptversammlung des Schützenvereins Bergneustadt 1353 e.V. am 20. Februar 2026, um 18.00 Uhr, am Schießstand: Statement des Vorsitzenden Jens-Holger Pütz zu immer höheren Auflagen und Kosten durch die Bundes- und Landespolitik:
Die Auflagen für Schützenfeste und Brauchtumsveranstaltungen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen und stellen die Vereine zunehmend vor große Herausforderungen. Hintergrund hierfür sind tragische Ereignisse, bei denen unschuldige Menschen durch Amokfahrten zu Schaden gekommen sind. Die daraus resultierenden Sicherheitsanforderungen werden jedoch in erster Linie auf die örtlichen Vereine und Ehrenamtlichen abgewälzt.
Ämter und Vereine vor Ort fühlen sich dabei zunehmend im Stich gelassen. Entscheidungen, die auf höheren Ebenen getroffen werden, müssen letztlich von den ehrenamtlichen Veranstaltern ausgebadet werden. Es ist grundlegend falsch, dass gerade diejenigen, die mit großem Engagement und Herzblut Feste für die Gemeinschaft organisieren, mit immer mehr Auflagen belastet werden.
Besonders problematisch ist, dass die polizeiliche Begleitung, die früher bei solchen Veranstaltungen selbstverständlich war, aufgrund neuer gesetzlicher Regelungen nicht mehr generell gestellt wird. Die Verantwortung für Organisation und Sicherheit liegt nun nahezu vollständig bei den Vereinen selbst. Dies führt zu erheblichen Mehrkosten, die viele Vereine kaum noch tragen können. Bereits im letzten Jahr mussten erste Feste in Deutschland abgesagt werden – eine Entwicklung, die nicht akzeptabel ist.
Traditionen und Brauchtum, das Vereinsleben sowie das gesellige Miteinander sind ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft und dürfen nicht durch überzogene Auflagen und finanzielle Überforderungen zerstört werden.
Gemeinsam mit den Schützenvereinen Pernze-Wiedenest und Belmicke war geplant, einen Antrag an den OSB zu stellen, mit dem Ziel, dass sich der Präsident mit dem Landrat, der Kreispolizeibehörde und dem Straßenverkehrsamt zusammensetzt, um mögliche Erleichterungen zu besprechen. Dieser Antrag ist jedoch nicht mehr notwendig, da der Präsident bereits mehrere ausführliche Gespräche – unter anderem mit dem Landrat – geführt hat. Das Ergebnis ist ernüchternd: Der Landrat sieht sich an die bestehenden rechtlichen Vorschriften gebunden und sieht derzeit keinen Handlungsspielraum.
Ich werde daher das Gespräch mit Bürgermeister Thul suchen, um zu klären, inwieweit die Feuerwehr unterstützend helfen kann. Es muss gemeinsam nach praktikablen Lösungen gesucht werden, damit unsere Feste auch künftig stattfinden können. Ehrenamt darf nicht weiter überfordert werden – es braucht Unterstützung statt zusätzlicher Hürden. Es kann und darf nicht sein, dass wir für die Fehler der großen Politik bestraft werden.
Viele Grüße und Horrido
Jens-Holger Pütz
Vorsitzender