Projekt Jägerhof: Kostenexplosion, Abriss Saal vernünftig – Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!!!

Fördermittel: Das Märchen von den „kostenlosen Millionen“
CDU und SPD verkaufen Förderprojekte gern als große Erfolge. Die Wahrheit ist eine andere:
Jede Förderung kostet die Stadt im Schnitt 20 bis 30 Prozent Eigenanteil.
Bei Millionenprojekten reden wir über Summen, die Bergneustadt nicht hat.
Also werden Kredite aufgenommen – und diese Kredite führen zwangsläufig zu neuen Steuererhöhungen. Nach dem altbekannten Muster: Der Bürger zahlt es am Ende schon.
Wir als UWG Bergneustadt sagen: Jeder € Schulden heute ist eine Steuererhöhung von morgen. Und das geht nicht. Die Bürger dürfen nicht immer weiter belastet werden.
Die UWG Bergneustadt sagt seit Jahren:
Nicht alles, was gefördert wird, ist auch sinnvoll.
Nicht alles, was möglich ist, ist auch bezahlbar.
Sparen heißt nicht, Pflichtaufgaben kaputtzusparen.
Sparen heißt, endlich den Mut zu haben, Luftschlösser und Prestigeprojekte zu streichen oder drastisch zu kürzen.
Was CDU und SPD gern als Erfolg verkaufen, ist in Wahrheit ein finanzielles Risiko für Bergneustadt und führt zu weiteren Belastungen für uns Bürger.
Projekt Jägerhof – Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache
Die Fakten:
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Durchschnittlicher Eigenanteil der Stadt: 20–30 %
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Kostenentwicklung:
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Ursprüngliche Planung: 3,4 Mio. € –> bei 20% Eigenanteil 680.000 €, bei 30% Eigenanteil 1.020.000 €
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Stand 2024: 4,2 Mio. € –> bei 20% Eigenanteil 840.000 €, bei 30% Eigenanteil 1.260.000 €
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Prognose 2025: ca. 5,3 Mio. € –> bei 20% Eigenanteil 1.060.000 €, bei 30% Eigenanteil 1.590.000 €
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Prognose 2026: ca. 7,9 Mio. € –> bei 20% Eigenanteil 1.580.000 €, bei 30% Eigenanteil 2.370.000 €
Ergebnis:
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+4,5 Mio. € gegenüber der ursprünglichen Planung
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mehr als Verdopplung der Kosten
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kein belastbares Ende in Sicht
Unser Fazit
Das Jägerhof-Projekt ist kein Projekt mehr. Es ist ein Fass ohne Boden, ein Ende ist nicht absehbar.
Und er ist das Sinnbild der Haushaltspolitik von CDU, SPD und Co. – gegen die die UWG Bergneustadt seit Jahren konsequent Stellung bezieht.

Viele Bürger haben für dieses Projekt längst kein Verständnis mehr. Der Eindruck drängt sich auf, dass es hier nicht mehr um Vernunft geht, sondern um ein politisches Prestigeprojekt, das um jeden Preis durchgedrückt werden soll.
Die UWG Bergneustadt sagt klar und deutlich: Es reicht. Alle Kosten müssen auf den Tisch. So kann es nicht weitergehen.
Wir brauchen einen Schlussstrich. Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!!!
Der Saal muss abgerissen werden. An dieser Stelle kann ein attraktiver Biergarten entstehen – auch für die Bewohner des Altenheims und ihre Besucher. Wir müssen alles daransetzen, das Kleinod „Kneipe Jägerhof“ zu erhalten – dann wäre schon viel erreicht, so der UWG-Fraktionsvorsitzende Jens-Holger Pütz.

Die UWG Bergneustadt und ich wollen nicht, dass man eines Tages sagt:
Berlin hat seinen Flughafen,
Hamburg die Elbphilharmonie,
Köln seine Oper –
und Bergneustadt seinen Jägerhof.
Neueste Entwicklung: Vielleicht erleben wir gerade ein spätes Umdenken bei CDU und SPD. Sowohl die CDU, geäußert durch ihren Fraktionsvorsitzenden Ralf Siepermann in seiner Haushaltsrede, als auch die SPD – wie Oberberg Aktuell am 19. Januar 2026 berichtet – wollen das Thema Jägerhof nun doch noch einmal überprüfen.
Was die UWG Bergneustadt seit Jahren fordert, scheint nun langsam auch bei den Fraktionen von CDU/FDP und SPD anzukommen: innehalten, hinterfragen, neu bewerten. Entscheidend wird sein, ob es sich dabei um echtes Umdenken handelt – oder lediglich um wohlklingende Worte.
Wir sind gespannt, wie ernsthaft das „Überdenken“ und „auf den Prüfstand stellen“ tatsächlich gemeint ist. Die UWG Bergneustadt wird genau hinschauen.
Im Bericht in Oberberg Aktuell vom 19. Januar 2026 wird Bürgermeister Matthias Thul wie folgt zitiert:
Je nachdem, welche Pläne wir verwirklichen, würden wir tatsächlich bei über den eingeplanten 4,5 Millionen Euro landen. Deshalb haben wir als Verwaltung – und nicht die Politik – auch diesen Kostendeckel eingezogen. Wir können der Öffentlichkeit nicht erklären, warum das Projekt teurer und teurer werden soll, sagte der Bürgermeister im Gespräch mit Oberberg-Aktuell.
Das hört sich für uns auf einmal so an, als ob der Bürgermeister die ganze Zeit immer die Kosten im Blick hatte und nicht die Politik. Das stimmt so nicht, denn die UWG Bergneustadt hat schon seit Jahren auf die davonlaufenden Kosten beim Jägerhof-Projekt hingewiesen, aber keinen hat es interessiert, weder den Bürgermeister noch die anderen Fraktionen. Und jetzt öffentlichkeitswirksam einen Kostendeckel bei 5 Millionen € zu setzen, obwohl die geplanten Kosten schon darüber liegen, ist aus unserer Sicht unseriös.
Liebe Bürger und liebe Freunde, wie seht ihr das. Wir würden uns über Rückmeldungen freuen.
Euer Lokalpatriot Jens-Holger Pütz
Nachfolgend Links zum Thema:
Eine Antwort
Vielleicht sollte man mal die Bürger fragen und einbeziehen denn die müssen es schließlich bezahlen. Wäre sicherlich interessant, was so eine Umfrage ergeben würde…